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REVIEW: Inhale the Noise (GODSNAKE)

TIPP

BY Ralf Großmann


The Beast Bites Again! Die Hamburger GODSNAKE melden sich zurück und beissen zum dritten Mal in Form eines Langspielers kräftig zu. "Inhale The Noise" steht in den Startlöchern, bestückt mit zehn bärenstarken Tracks. Das Bandmotto "Melodic Thrash Metal" wird wie bei den beiden tollen Vorgängern konsequent umgesetzt. Immer wieder verbinden sich brettharte Riffs mit ohrwurmig-melodischen Refrains, wobei auf "Inhale The Noise" die beiden Seiten der götterschlangigen Medaille noch ausgeprägter vorhanden sind. Perfekt demonstriert wird dies bereits im Opener "Scream For A Bullet": absolute Killer-Riffs von Gitarrist Stevo und eine massiv antreibende Rhythmussektion (Sidney und Walt) gehen eine explosive Mischung ein mit einem eingängigen, aber natürlich nicht plumpen Refrain. Mit Sänger Torger hat die Band einen Frontmann, der nicht nur die Aggro-Parts beherrscht, sondern auch in melodischen Gefilden mit seiner kräftigen Stimme glänzt. Ein Pfund, mit dem nicht allzu viele Bands dieses Härtegrads wuchern können. Und so fräst sich der Laser durch die silberne Scheibe und man möchte nicht, dass es aufhört. Egal, ob der mächtige Titelsong - wie zwei weitere von grandiosem Gitarrensolo von Jean Bormann (RAGE) verschönert -, das teil-balladeske "Enemy of Great" oder die TESTAMENT-artige Granate "Digital Dumbass", dieses Album steckt mit seiner unbändigen Power und dem fantastischen Songwriting an. Die Produktion von Lasse Lammert ist extrem fett, ohne künstlich zu wirken und schlägt - wie die Musik an sich auch - die Brücke von Old School zu modernen Sounds. GODSNAKE verbinden diese beiden Welten perfekt. Auf der einen Seite sicher beeinflusst von Altvorderen wie FLOTSAM & JETSAM, METALLICA oder TESTAMENT und auf der anderen von ALTER BRIDGE oder MACHINE HEAD, bekommt der Metal-Fan hier alles, was sein Herz begehrt.

"Inhale The Noise" legt die Messlatte für das deutsche Metal-Album des Jahres verdammt hoch und muss in keiner Beziehung internationale Vergleiche scheuen. Dem hohen Niveau gerecht wird im Übrigen auch das Artwork, für das erneut Björn Gooßes zuständig war. Und nun gehet hin und kaufet dieses formidable Stück Tonkunst, ihr Jünger der metallischen Klänge! Amen!